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Die Schule

Bereits 1785 wurde mit den ersten Häusern auch die Schule in der Dorfmitte gebaut. Deshalb konnte die Schule 2015 ihr 230-jähriges Bestehen feiern.

Das erste Schulhaus war 1842 so baufällig geworden, das der Pfarrer Anton Farkas in einem Gesuch an der Schulinspektor der Bau einer neuen Schule anregte. Das zweite Schulhaus war aber schon von Anfang an zu klein. Zu klein bemessen war auch die Lehrerwohnung. Schon 1859 wird wieder der schlechte Zustand beklagt und die fehlende Räumlichkeiten für Lehrer und Schüler. Im 1892 beschloß der Gemeinderat schließlich den Bau eines neuen Schulhauses, das bald darauf fertiggestellt war. Was die Räumlichkeiten anbelangt, war nur für den Schulbetrieb eine Besserung eingetreten, deswegen war auch dies noch keine endgültige Lösung. Das vierte Schulhaus wurde 1911/12 gebaut und existiert noch in der Gegenwart.

Besonders spannend ist, dass die Schule nach dem Ende der deutschen Dorfgemeinschaft nicht einfach bedeutungslos wurde.

2015 wurde dort zum 230-jährigen Jubiläum ein Schulmuseum eingerichtet. Dort wurden historische Dokumente, Zeugnisse und Gegenstände aus der Geschichte der Schule gesammelt. 2016 wurde außerdem die Schulbibliothek nach dem aus Nitzkydorf stammenden Schriftsteller Balthasar Waitz benannt. In der Schule finden bis heute bzw. zumindest in den dokumentierten Jahren kulturelle Veranstaltungen über die Geschichte der Banater Schwaben statt. 

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Schule-Museum
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Schule-Dokumente

Die Schule besitzt sogar ein Schulmuseum mit Dokumenten über Herta Müller. 

Das macht die Nitzkydorfer Schule auch über die Banater Geschichte hinaus bekannt.

Herta Müller, die 1953 in Nitzkydorf geboren wurde und später den Literaturnobelpreis erhielt, besuchte dort die Schule. Von ihren damaligen Lehrern sind unter anderem Adam Zirk und Balthasar Seidl überliefert. 

Von Herta Müller existieren sogar noch historische Schulzeugnisse und Eintragungen in den Schulmatrikeln. Die Schule bewahrt solche Dokumente auf. DDanube Places

Das ist für die Geschichte der Schule ziemlich außergewöhnlich: Man kann anhand ihrer Unterlagen einen Teil des damaligen Schulalltags unmittelbar nachvollziehen.

Es gibt eine sehr schöne Verbindung zwischen der alten deutschen Schule und der heutigen rumänischen Schule:

Obwohl die deutsche Bevölkerung Nitzkydorfs nach dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere während der kommunistischen und späteren Zeit fast vollständig ausgewandert ist, beschäftigt sich die heutige Schule weiterhin mit diesem deutschen Erbe.

Ein Beispiel ist der Rumänischlehrer Tiberiu Buhnă-Dariciuc, der eine Monografie der Nitzkydorfer Schule 1785–2015 verfasste und sich intensiv mit der Geschichte der Schule und der Banater Schwaben beschäftigt hat.