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1) IV. Kultursymposium „Banatschwäbisches Kulturerbe“ in Nitzkydorf - 2023

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2) Banatschwäbische Kulturwerte im Wandel der Zeit - neue Impulse - 2018

Kulturereignis in Nitzkydorf verband Geschichte und Gegenwart

Von: Ștefana Ciortea-Neamțiu

Mittwoch, 08. August 2018

Banater Zeitung-Temeswar

Eine Ortstafel mit deutscher Aufschrift hat die Gemeinde Nitzkydorf im Kreis Temesch seit Freitag. Dies hatte Dr. Hella Gerber, die Vorsitzende der HOG Nitzkydorf im letzten Jahr beim Symposium angeregt, jetzt war es soweit: Bürgermeister Dănuț Drăghici und Hella Gerber haben die Ortstafel enthüllt (siehe Foto). Dabei waren der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț, der DFDB-Vorsitzende Dr. Johann Fernbach, der Vorsitzende des DFBD Erwin Josef Țigla, gebürtige Nitzkydorfer, die ihre alte Heimat besucht haben, sowie jetzige Gemeindebewohner. Zu diesem Anlass hat die Musikkapelle Banater Schwaben Augsburg, Dirigent Werner Zippel, gespielt und der Frauenchor aus Biberach/Risegg FIS unter der Leitung von Monika Lessmeister mehrere Lieder gesungen.

 „Nichts ist vergangen, nichts ist verloren!“ Die Worte stammen von unserem BZ-Kollegen Balthasar Waitz und diese haben die Veranstalter zum Motto des diesjährigen Kulturereignisses in Nitzkydorf gewählt, das am Wochenende stattgefunden hat: Symposium zum Kulturerbe, Gendenken, Konzert, Kirchweih und Geselligkeit gehörten dazu und alles stand im Licht des Schlagwortes „Begegnung“. Die Veranstaltungsreihe wurde von der HOG Nitzkydorf, der hiesigen Filiale des Demokratischen Forums der Deutschen aus dem Banat sowie von der Gemeinde (Rathaus und Schule) organisiert.

Empfangen wurden die aus Deutschland angereisten Gäste durch den Bürgermeister Dănuț Drăghici am Dorfrand, wo die deutsche Ortstafel eingeweiht wurde, die, wie Dr. Hella Gerber, die Vorsitzende der HOG Nitzkydorf erklärte, „2017 eine Vision war, 2018 eine Realität wurde“. Zu Fuß sind dann die Teilnehmer in die Gemeinde marschiert.

Im Schulhof sind die feierlichen Reden gehalten worden, wobei Bürgermeister Drăghici die Teilnehmer „willkommen zu Hause bei Ihnen“ geheißen hat, ebenso die Schulleiterin Adelina Briscan.

„Vor drei Jahren war auch der Schulhof voll“, erinnerte Dr. Hella Gerber in ihrer Rede an die 230-Jahre-Feier der Gemeinde: „Nach der erfolgreichen gemeinsamen 230-Jahr-Feier, der jetzigen und der ehemaligen Bewohner, im Jahre 2015, wurde das Interesse an gemeinsamen Veranstaltungen geweckt. Die Bewahrung und Bekanntmachung des banatschwäbischen Kulturerbes sind in den Mittelpunkt gerückt. Es entstand und es entsteht Neues. Neue Freunde wurden gefunden. Die Welt hat sich verändert, auch Nitzkydorf hat sich verändert. Für das banatschwäbische Kulturerbe gibt es neue Impulse“. Diesen Worten schloss sich Hildegard Anghelaș, die Vorsitzende der im Herbst 2017 gegründeten Ortsfiliale Nitzkydorf des DFDB an, die vom Stolz sprach, die Tradition weiterzuführen.

Als Ehrengast hatte der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț das Wort, der über die exzellente Zusammenarbeit der drei Organisatoren sprach und dem Bürgermeister und dem Gemeinderat für die deutsche Ortstafel dankte, als „ein Zeichen der Normalität, im Banat“, aber auch als „eine elegante politische Geste, die aber nicht unbedingt allgemein gültig ist und gerade dieser Tage einige Diskussionen hervorruft, die absurd sind“.

Das alte Schulgebäude wurde nach dieser feierlichen Eröffnung das Zentrum der Veranstaltungen: Zunächst erfolgte die Schenkung der Privatbibliotheken der Temeswarer Schriftsteller Annemarie Podlipny-Hehn und Constantin Gurău an die Schulbibliothek „Balthasar Waitz“. Schriftsteller Lucian Alexiu sprach über die Bedeutung dieses Nachlasses.

Danach wurde die Ausstellung „Bilderwelt des Banater Malers Franz Ferch“ eröffnet. Initiator und Organisator Peter Krier sprach in seiner Rede über den Werdegang von Franz Ferch und die Etappen seines künstlerischen Schaffens, über die Begegnung mit Käthe Kollwitz und den sozialen Anstrich, den seine Kunst dann stets hatte, über das Haus an der Marosch und die dortige Landschaft, über die Bilder, die das Dorfleben festhalten, über die Porträts und über die Distelbilder, die Erinnerung des Malers an das Banat.

Eine zweite Ausstellung, eine Dokumentationsausstellung, widmete sich dem Schriftsteller Alexander Tietz und seiner Welt und wurde von Erwin Josef Țigla zusammengestellt. Eine Fotoausstellung von Alex Zarin ließ Dorfimpressionen noch einmal Revue passieren: die Störche auf den Dächern oder die Brunnen in Nitzkydorf.

Am Nachmittag wurde sich die Veranstaltungsreihe mit dem dritten Symposium zum Kulturerbe der Banater Schwaben fortgesetzt, das von Dr. Hella Gerber und Tiberiu Buhnă-Dariciuc, Rumänischlehrer an der Schule in Nitzkydorf, eingeleitet wurde. Dr. Annemarie Podlipny-Hehn sprach über „Franz Ferch und die Heimat, die Banater Landschaft“, dessen Kunst „dem engeren heimatlichen Lebensraum entsprungen ist und das Verständnis des Malers für seine Landsleute ausstrahlt“. Balthasar Waitz sprach über Constantin Gurăus Werk „Stratul de ozon“, das 2017 unter der Betreuung von Dr. Annemarie Podlipny-Hehn im Verlag „Cosmopolitan Art“ erschienen ist.

Erwin Josef Țigla referierte über Alexander Tietz, dessen 120. Geburtstag und 40. Todestag sich jähren. Anschließend überreichte er die Ehrenmedaillen „Alexander Tietz“ des DFBD an Dr. Hella Gerber, Tiberiu Buhnă-Dariciuc und Balthasar Waitz. Über „Ein Leben mit Terzen. Das dörfliche Musikleben bei den Banater Schwaben“ referierte Dr. Franz Metz, der durch Beispiele belegte, was er als Kernaussage formulierte: „Die Terzen waren unseren Landsleuten in die Gene gelegt“. Im Anschluss las Balthasar Waitz aus seinem Roman „Das rote Akkordeon“ vor und ließ die Banater Dorfwelt von vor einigen Jahrzehnten wiederaufleben. Begleitet wurde er – an einem roten Akkordeon – von Ingeborg Stöckl.

Nach dem Symposium gingen die Teilnehmer in einer Prozession zum Friedhof, wo die renovierte Friedhofskapelle eingeweiht wurde. Hervorgehoben wurde, dass die Familien Schmadl und Stöckl für diese sowie für die Renovierung des Gebäudes des Totenwagens gespendet haben. Die Totengedenkfeier wurde von Pfarrer Robert Dürbach (Uhingen) gehalten und von der Musikkapelle Banater Schwaben Augsburg begleitet.

Festlicher konnte der Tag nicht ausklingen als mit den Tönen der restaurierten Orgel: das Konzert in der Dorfkirche, bei dem einige der besten zeitgenössischen Musiker im Banat oder die aus dem Banat stammen mitgewirkt haben: Dr. Franz Metz (Orgel), Alexandra Guțu (Cello), Dr. Johann Fernbach (Violine) sowie Wilfried Michl (Bariton). Zum Schluss erklang der Frauenchor aus Biberach/Rissegg.

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Ortstafel
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Kerweih als dörfliches Gemeinschaftsfest

Nitzkydorfer Kirchweihfest 2018: Neugegründete Tanzgruppe „Kornblumen“ im Mittelpunkt

Das Kirchweih war – nach jener von 2015 – die zweite seit der Wende. Es war erfreulich und rührend zugleich, in Nitzkydorf wieder so „e langi Reih wie in de beschte Johre“ mit wunderschönen Trachten und in Begleitung vertrauter Blasmusikklänge zu sehen. Nach der Auswanderung der Deutschen hatte es lange nicht danach ausgesehen, als käme ein Kirchweihfest noch jemals zustande. „Das hätte ich bis vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten“, so Hildegard Anghelaș, die Vorsitzende des Nitzkydorfer deutschen Ortsforums. Und dass diesmal die neu gegründete, aus Kindern und Jugendlichen bestehende Tanzgruppe „Kornblumen Nitzkydorf“ in ihrer neuen Kirchweihsonntagstracht im Mittelpunkt stand, ist umso erfreulicher. Diese neuen Entwicklungen widerspiegelte auch das Motto der Kulturtage: „Nichts ist vergangen, nichts ist verloren“ – übrigens ein Zitat des aus Nitzkydorf stammenden Schriftstellers Balthasar Waitz.

Auch zum Kirchweihfest waren zur Freude der Veranstalter viele Ehrengäste gekommen: Călin Dobra, Vorsitzender des Temescher Kreisrates, der Temescher PSD-Senator Eugen Dogariu, Dr. Narcis Bobic, Mitglied des Temescher Kreisrates, Edith Singer, Vorsitzende des Demokratischen Forums der Banater Deutschen in Temeswar, der Schriftsteller und BZ-Redakteur Balthasar Waitz, Hans Metzger, Vorsitzender des Kreisverbandes Ingolstadt der Banater Schwaben mit Gattin, die Ingolstädter Stadträtin Simona Rottenkolber – ihr Vater war viele Jahre Oberbürgermeister in Ingolstadt und hatte die Banater Schwaben bei der Errichtung des Seniorenzentrums tatkräftig unterstützt – mit Gatten. Für die Stadträtin und ihren Ehemann gab es ein Ständchen zum Hochzeitstag.

Es fehlte an nichts an diesem Tag, alles war nur vom Feinsten: Trachten, Gottesdienst, Musik, Festessen, Geselligkeit. Viel wurde darüber in den Medien berichtet und noch mehr wurde auf Fotos und Videos verewigt. Wir waren von so großer Beteiligung überwältigt. Der Erfolg hat viele Namen. Danke an alle fürs Mitgestalten, fürs Dabeisein.

Nachfolgend der Artikel zur Kirchweih unseres Landsmannes Balthasar Waitz, erstveröffentlicht in der „Banater Zeitung“.

Dr. Hella Gerber

„Buwe, was hamer heit? Kerwei!“ – Die beliebten Rufe aus jugendlichen Kehlen erklangen wieder am 4. August, bei strahlendem Sonnenschein, in den Dorfgassen von Nitzkydorf. Es war ein Kirchweihfest wie überall in der Banater Hecke, nach altem schwäbischem Brauch mit Blasmusik, Trachtenpaaren mit Strauß, Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche, Tanzreigen und Ball sowie einer lustigen Kegelpartie wie früher um den Schafbock.

Und doch hatten die Organisatoren, die Heimatortsgemeinschaft Nitzkydorf und das Demokratische Forum der Deutschen in Nitzkydorf zusammen mit der Gemeindeverwaltung, überraschende Neuerungen parat: Es war erstens, wie in den letzten Jahren, ein schönes Gemeinschaftsfest der ehemaligen deutschen Bewohner, heute unter der Anleitung der HOG Nitzkydorf (Vorsitzende Dr. Hella Gerber, Augsburg) und der neuen rumänischen Ortsbevölkerung mit großzügiger Unterstützung durch Bürgermeister Dănuţ Drăghici. Zweitens hatte die neugegründete Nitzkydorfer schwäbische Tanzgruppe „Kornblumen“ gemeinsam mit ihrem Pendant, der örtlichen rumänischen Volkstanzgruppe, diesmal liebe Gäste: Außer denjenigen aus dem Raum Augsburg, die banatschwäbische Tanzgruppe aus Busiasch, „Banater Rosmarein“ aus Temeswar und gleich zwei Tanzgruppen aus Detta. „Edelweiß“, die Dettaer Freunde, präsentierten sich mit einer interessanten Senioren-Gruppe in Altmänner- und Altweibertracht und einer Tanzgruppe der Jüngsten, deren Enkelkinder.

Im Februar fanden die ersten Tanzproben in Nitzkydorf unter Anleitung des Rekascher Tanzlehrers Tiberiu Palikucsan statt, geprobt wurde mehrmals im Monat bis zum Fest. Im April wurden unter sachkundiger Anleitung und dem Maßnehmen durch Edith Singer, Vorsitzende des Demokratischen Forums der Deutschen in Temeswar, auch erfahrene Leiterin des Trachtenvereins „Banater Rosmarein“, die neuen schwäbischen Volkstrachten geschneidert. Laut der HOG-Vorsitzenden Hella Gerber hatten die Vorbereitungen für das liebste Fest des Dorfes schon vor Monaten in Augsburg und gleichzeitig vor Ort mit dem von Hildegard Anghelaş geleiteten jüngsten Banater Ortsforum, dem Demokratischen Forum der Deutschen aus Nitzkydorf, begonnen.

Am Kirchweihtag marschierten heuer insgesamt 38 Trachtenpaare zu den Klängen der Musikkapelle der Banater Schwaben aus Augsburg (Leiter: Werner Zippel) auf. Der Trachtenzug wurde traditionsgemäß mit Blasmusik zum Haus des Vortänzerpaars begleitet. An der Spitze des Kerweihzugs und der acht Nitzkydorfer Paare befand sich das Vortänzerpaar Andrea und Raul Bălţătescu-Anghelaş mit dem bunten Kerweihstrauß. In die Rolle des „Kerweihvaters“ beziehungsweise des Kerweihnarrs war der Rekascher Tanzlehrer mit weißer Küchenschürze Tiberiu Palikucsan geschlüpft. Darauf wurden Bürgermeister Dănuţ Drăghici und sein Ehrengast, der Temescher PSD-Senator Eugen Dogariu, zum Fest eingeladen. Nach der Einladung des orthodoxen Dorfpfarrers Laurian Popa erfolgten der festliche Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche, zelebriert von Salvatorianerpater István Barazsuly (Temeswar-Elisabethstadt), und eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

Beim folgenden Kerweihreigen auf dem schmucken Platz vor dem Kulturheim konnten dann alle Tanzgruppen, aber auch alle Tanzlustigen von nah und fern ihr Können zeigen. Der Kerweihstrauß, der zwei Tage vor dem Fest als Zusammenarbeit zwischen dem Nitzkydorfer Ortsforum und der HOG Nitzkydorf im Haus der Kerweiheltern zustande kam, wurde traditionsgemäß versteigert: Der überraschende Gewinner war diesmal kein Nitzkydorfer, sondern ein Ortsnachbar und Freund, Ernst Bayerle, der Vorsitzende der Heimatortsgemeinschaft Bakowa.

Zum Kirchweihball im Kulturheim gesellte sich dann auch Călin Dobra, Vorsitzender des Temescher Kreisrats, als willkommener Ehrengast hinzu. Es gab Ball für alle, mit deutschen und rumänischen Volksliedern und Schlagern, mit der Augsburger Blaskapelle der Banater Schwaben und der Busiascher Gruppe „Trupa CU ASAR“, die beliebte Evergreens und Schlager aus den Siebzigern und Achtzigern darbot. Beliebte Lieder sangen der Frauenchor FIS aus Biberach-Rißegg unter der Leitung von Monika Lessmeister, erstmals in Rumänien und in Nitzkydorf, die Gesangssolisten mit banatschwäbischen Wurzeln Hedda Senn, Steffen Kohl und die siebenjährige Leona Kohl, sowie die Nitzkydorfer Akkordeonspielerin Inge Zimmermann.

Eine waschechte „Kerweihangelegenheit“ bot die mehrstündige Kegelpartie um den Schafbock unter Anleitung des Busiaschers Herbert Zirk (nun Biberach) sodann im Schatten vor dem Gemeindehaus. Der Gewinner des Schafbocks, Denis Stef aus Nitzkydorf, wurde wie anno dazumal mit großem Hallo und lautstarkem Anhang mit Blasmusik nach Hause gespielt.  

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3) Zweite Auflage des Symposiums „Das Kulturerbe der Banater Schwaben“ am 8. Juni 2017

Neue Kulturprojekte für Nitzkydorf

Was die erste Auflage des 2016 in Nitzkydorf veranstalteten Symposiums „Das Kulturerbe der Banater Schwaben“ als interessantes Zukunftsvorhaben angedeutet hatte, scheint mit der zweiten Auflage sicher den Weg zu einer Traditionsveranstaltung im Geburtsort der Nobelpreisträgerin Herta Müller gefunden zu haben. Die Veranstalter, Lehrer Tiberiu Buhnă-Dariciuc, Gemeinde und Gymnasialschule, die Heimatortsgemeinschaft Nitzkydorf, das Internetportal FantasticulBanat.com und das Temescher Kreisschulinspektorat, haben diesmal das vielfältige banatschwäbische Kulturerbe am Beispiel Nitzkydorf in fünf Bereichen – Literatur und Malerei, Dokumentarfilm und Fotografie, Musik und Brauchtum, Religion, Architektur – durch Vorträge, Referate und Debatten von Historikern, Forschern, Schriftstellern, Publizisten und Lehrern zum Großteil zweisprachig (rumänisch und deutsch) beleuchtet.

Lehrer Tiberiu Buhnă-Dariciuc stellte die aus dem Ungarischen ins Rumänische übersetzte Dissertation über die Nitzkydorfer Mundart von Franz Kräuter (Budapest, 1907) vor. Der aus Nitzkydorf stammende Autor und Redakteur der „Banater Zeitung“, Balthasar Waitz, präsentierte seinen heutigen Landsleuten wie auch etlichen ehemaligen Nitzkydorfern zweisprachig seinen letzten Prosaband „Menschen und andere Träume“. Der Schriftsteller und Übersetzer Simion Dănilă stellte den schönen Band „Ein Wort, ein Bild“ mit Gedichten des Hatzfelders Peter Jung und Werken seines Landsmannes Stefan Jäger vor. Sehr gut kam beim Publikum ein von Cosmin Tanasă, Administrator des Portals FantasticulBanat.com, realisierter Dokumentarfilm über die Gemeinde Nitzkydorf an. Die Nitzkydorfer HOG-Vorsitzende Dr. Hella Gerber präsentierte sodann die kürzlich erschienene dritte Ausgabe des Nitzkydorfer Heimatblattes. Sie künigte aber auch drei neue Kulturprojekte an: die Anbringung von Tafeln mit deutschen Straßennamen, die Reparatur der Kirchenorgel und die Förderung und Ausstattung der Schülertanzgruppe.

Zu kirchen- und religionsgeschichtlichen Themen referierten Diözesanarchivar Claudiu Călin und der Journalist Dușan Baiski. Während Călin drei herausragende kirchliche Persönlichkeiten – allesamt Söhne des Dorfes – würdigte (den Schulmann und Parlamentarier Dr. phil. Franz Kräuter, Monsignore Dr. theol. Franz Kräuter und Bischof Sebastian Kräuter), stellte Baiski anhand von Archivdokumenten die Einstellung der Banater Schwaben und ihre Haltung zur katholischen Kirche in der Zeit des nationalsozialistischen Einflusses dar. Der Lugoscher Musikologe Dr. Constantin-Tufan Stan referierte über die reichen deutschen Musiktraditionen.

Mit neuen schwäbischen Tänzen überraschte die Schülertanzgruppe mit ihrer rührigen Leiterin Margareta Dragoș. Eröffnet wurden anlässlich des Symposiums Fotoausstellungen von Cosmin Tanasă, Alex Zarin, Tiberiu Buhnă-Dariciuc und Anton Robert Krumenacker sowie eine Ausstellung von Plastiken und Malereien von Nitzkydorfer Schülern.

Zu einem überraschenden, aber zukunftsweisenden Schlussmoment gestaltete sich die Enthüllung einer von der HOG Nitzkydorf realisierten zweisprachigen Gedenktafel an dem sanierten Gassenbrunnen vor der Gymnasialschule durch Bürgermeister Dănuț Drăghici und Dr. Hella Gerber. Der Text, dem Nitzkydorfer Heimatbuch entnommen, bietet grundlegende Informationen über die Dorfbrunnen, von denen es in jeder Gasse fünf bis sechs gab.

Im Anschluss führten die zahlreichen Teilnehmer aus dem In- und Ausland, darunter der Präsident des Weltdachvebandes der Donauschwaben, Stefan Ihas mit Gattin Anna Fernbach, die Direktorin der Temeswarer Lenauschule, Helene Wolf, und der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Lenau-schule, Prof. Dr. Franz Quint, in der Schule, bei gutem Essen, die interessanten Gespräche noch bis zum späten Abend fort.

Ein herzliches Dankeschön der Gastgeberin, Schuldirektorin Adelina Briscan.

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Gruppenfoto

 

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Vortrag

 

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Tanz
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Brunnen

 

4) Symposium am 19. Mai 2016 in Nitchidorf-Nitzkydorf

Am 19. Mai 2016 fand in Nițchidorf-Nitzkydorf im Festsaal der Schule das Symposium „Das kulturelle Erbe der Banater Schwaben - Moștenirea culturală a șvabilor din Banat“  statt.
Die Vortragssprache ist rumänisch, zum Teil mit deutschen Untertiteln. Unsere HOG ist an der Mitorganisation beteiligt.

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Kulturelle Erbe

 

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