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1) Die Kirche heute

Die katholische Kirche von Nitzkydorf ist heute weniger die Pfarrkirche einer großen deutschsprachigen Dorfgemeinschaft als vielmehr ein erhaltenes religiöses und kulturelles Zentrum der ehemaligen Banater Schwaben. Sie erinnert an die Ansiedlung der deutschen Kolonisten ab 1785 und an die jahrhundertelange katholische Geschichte des Ortes. Gleichzeitig bemühen sich die heutigen Bewohner, die katholische Diözese Temeswar und besonders die ehemaligen Nitzkydorfer in Deutschland darum, das Kirchengebäude und seine Ausstattung zu bewahren.

 

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Kirche 2008

 

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Kirche Nitzkydorf

 

2) Orgelkonzert in der römisch-katholischen Kirche Nitzkydorf 3. August 2018

Vom 3. bis 5. August 2018 fand in Nitzkydorf ein Kulturereignis, man kann es auch Kulturtage nennen, statt. Zu Beginn ist Samstagabend ein Konzert in der römisch-katholischen Kirche, mit Henriette Nagy (Orgel) und Eugen Morărita (Violine).

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Einladung Orgelkonzert
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Programm Orgelkonzert
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GruppenFoto Orgelkonzert
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Orgelkonzert Sänger

Es war ein fantastisches Orgelkonzert in der römisch-katholischen Kirche Nitzkydorf! Danke den Musiker! Danke Allen die zum Gelingen beigetragen haben!
Danke Allen die dabei waren!

3) Die Restaurierung der Orgel in der römischkatholischen Kirche Nitzkydorf 2018 - eine Erfolgsgeschichte

Die Nitzkydorfer Orgel erklingt und erstrahlt mit neuem Klang und Glanz! Das Team von „Rest Art Restaurari“ mit Andreas Sas, Kantor der römisch-katholischen Kirche Neu-Arad, unterstützt von Otto Bertoti, hat wunderbare Arbeit an der über 100-jährigen Wegenstein Orgel geleistet – herzlichen Glückwunsch! 

Es ist ein wichtiger Beitrag zum Kulturerbe der Banater Schwaben, war und ist die Orgel doch ein Begleiter in vielen Situationen, für alle ehemaligen Nitzkydorfer und jetzigen Bewohner. Viele Nachkommen verbinden damit Erinnerungen. Und sicher wird sie auch in Zukunft beeindruckende Momente bescheren. Finanziert wurden die Arbeiten, die vor zwei Wochen gestartet und Samstag, den 9. Juni, erfolgreich beendet wurden, von der Heimatortsgemeinschaft Nitzkydorf. 

Die feierliche Einweihung der renovierten Orgel erfolgt am 3. August 2018 mit einem Orgelkonzert unter der Leitung von Dr. Franz Metz, im Rahmen des Kulturereignisses „Banatschwäbische Kulturwerte im Reigen der Zeit – neue Impulse“. Natürlich wird sie auch bei dem Kirchweihgottesdienst am 4. August, erklingen. Weitere schöne klangvolle Momente folgen. 

Der Vorstand 

Die Fotos zeigen Impressionen von der umfangreichen Orgelrestaurierung, die letzten 4 Fotos Eindrücke von vor der Renovierung.

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Orgel1
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Orgel3
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Orgel5
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Orgel9

 

4) Kirchenrenovierung 2006

Liebe Landsleute, wie einige von Euch bestimmt schon erfahren haben, waren wir in Nitzkydorf um uns vor Ort ein Bild zu machen, wie es mit der Kirchenrenovierung aussieht. Da wir bemüht sind die Spendengelder so gut wie möglich anzulegen, können wir im Nachhinein sagen, es hat sich gelohnt und es war auch wichtig, denn wir konnten in der kurzen Zeit einige Ungereimtheiten ausräumen und sind jetzt zuversichtlich dass das Projekt Kirchenrenovierung den richtigen Lauf nimmt.

Nach unseren Gesprächen beim Bischofsamt, kamen wir zu folgendem Ergebnis.

Die Renovierung des Turmes übernimmt das Bischofsamt. Dazu gehören die Installation eines Blitzableiters und die komplette Erneuerung des Turmdaches und den Seitenteilen.

Wie wir in der Zwischenzeit erfahren haben ist der Blitzableiter schon montiert und die Dachdecker haben auch ihre Arbeit wieder aufgenommen, die sie im Oktober letzten Jahres begonnen haben.

Des Weiteren sind wir so verblieben, dass der Architekt des Bischofsamtes uns Kostenvoranschläge für gewisse Arbeiten zukommen lässt und wir dann entscheiden was wir mit dem Spendengeld alles leisten können.

Dies sind unsere Vorschläge;

1. Einsetzen der Ziffernblätter der beiden seitlichen Uhren.

2. Einsetzen von drei Scheiben am Chorfenster.

3. Überprüfung der Fenster vom Turm. Falls man sie nicht mehr verwenden kann, sollte man Neue anfertigen lassen und einsetzen.

4. Komplette Fassade der Kirche und die Seitenteile vom Turm neu verputzen.

5. Überprüfung und eventuelle Instandsetzung der Dachrinne. Der Abfluss des Wassers sollte von der Kirche weggeleitet werden um so 
    die Feuchtigkeit der Wände im unteren Bereich zu reduzieren.

6. Die Sakristei soll abgerissen werden und die Tür von außen zugemauert werden. 

Wir hoffen und haben es uns als Ziel gesetzt, dass die Arbeiten bis im Spätsommer erledigt sein sollen.

Mit freundlichen Grüßen

Die HOG

Fotos der Kirchenrenovierung  

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Kirche 2
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Kirche 1

 

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Kirche 3
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Kirche 4

 

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Kirche_5

 

5) Die Kirche - Geschichte

1824/1825 – Bau der heutigen Kirche

Der wichtigste Einschnitt in der Kirchengeschichte war der Bau des heutigen Gotteshauses.

Die Quellen datieren die Errichtung auf 1824/1825; die Jäger-Chronik nennt 1825 als Bau- und Einweihungsjahr. Die Kirche erhielt das Patrozinium des Heiligen ErzengelsMichael, dessen Fest am 29. September gefeiert wird. Damit erhielt die Nitzkydorfer Gemeinde ein eigenes, dauerhaftes Gotteshaus. Die Kirche steht bis heute in der Mitte des Dorfes und prägte dadurch auch das Ortsbild.

Eine rumänische Dokumentation der Kirche gibt ebenfalls die Bauzeit um 1825 an und nennt den Kirchturm mit dem Jahr 1911. Sie beschreibt die Kirche als römisch-katholisches Gotteshaus mit dem Patrozinium des Erzengels Michael.

1835 – die erste nachweisbare Orgel

Besonders interessant ist die Geschichte der Kirchenmusik.

Eine kirchenmusikalische Dokumentation von Dr. Franz Metz weist darauf hin, dass bereits im 19. Jahrhundert eine mechanische Orgel mit acht Registern in der Kirche vorhanden war. Dies wird durch eine kanonische Visitation des Temeswarer Bischofs Joseph Lonovics von 1835 belegt. 

Die Kirche besaß damit bereits relativ früh eine eigene musikalische Ausstattung. Für die Nitzkydorfer war die Kirchenmusik später ein wichtiger Bestandteil der Gottesdienste und der Festtage.

19. Jahrhundert – Kirche und Dorfgemeinschaft

Im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Nitzkydorf zu einer typischen banatschwäbischen katholischen Dorfgemeinschaft.

Die Kirche war nicht nur für den Sonntagsgottesdienst wichtig. Das gesamte Lebensjahr war durch kirchliche Feste bestimmt:

  • Taufe und Erstkommunion
  • Firmung
  • Hochzeiten
  • Begräbnisse
  • Weihnachten und Ostern
  • Fronleichnam
  • das Michaelsfest
  • die Kirchweih

Besonders die Kirchweih wurde zu einem Höhepunkt des Dorflebens. 

1906 – die heutige historische Orgel

Ein bedeutendes Kapitel begann 1906.

Der Temeswarer Orgelbauer Carl Leopold Wegenstein baute für die Nitzkydorfer Kirche eine neue pneumatische Orgel, Opus 72. Sie ersetzte die ältere mechanische Orgel des 19. Jahrhunderts.

Die Wegenstein-Orgel besitzt laut der Dokumentation von Franz Metz unter anderem:

Manual: Principal 8′, Bourdon 8′, Salicional 8′, Octav 4′, Gedeckt Flöte 4′

Pedal: Subbass 16′

Dazu kommen Koppeln zwischen Manual und Pedal. 

Diese Orgel wurde zu einem wichtigen Teil der historischen Ausstattung der Kirche.

1911 – Veränderungen am Kirchturm

Das Jahr 1911 ist für das Kirchengebäude ebenfalls von Bedeutung. Nach den verfügbaren Angaben wurde der heutige Kirchturm in diesem Jahr errichtet bzw. erneuert. Die Nitzkydorfer Kirche erhielt damit im frühen 20. Jahrhundert weitgehend jene Gestalt, die auf historischen Fotografien und Ansichtskarten überliefert ist.

Erster Weltkrieg und Zwischenkriegszeit

Der Erste Weltkrieg brachte auch für Nitzkydorf schwere Veränderungen. Männer aus dem Dorf wurden zum Militär eingezogen; zahlreiche Familien verloren Angehörige.

Die Nitzkydorfer Chronik behandelt den Ersten Weltkrieg, die Gefallenen und die Nachkriegsjahre ausführlich. Anschließend normalisierte sich das religiöse Leben wieder, und die Kirche blieb Mittelpunkt der deutsch-katholischen Dorfgemeinschaft. 

Zweiter Weltkrieg und Deportation

Der Zweite Weltkrieg bedeutete einen weiteren tiefen Einschnitt.

Nach Kriegsende wurden viele Banater Schwaben aus ihren Heimatorten verschleppt. Auch Nitzkydorfer wurden zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert. Die Ortschronik widmet diesem Thema eigene Kapitel, darunter „Verschleppung nach Rußland“ und die Erinnerungen der Betroffenen. 

Die Kirche blieb zwar bestehen, aber die Dorfgemeinschaft, die sie über Generationen getragen hatte, wurde zunehmend geschwächt.

Nachkriegszeit und Auswanderung

In den folgenden Jahrzehnten veränderte sich Nitzkydorf grundlegend.

Die deutschsprachige katholische Bevölkerung nahm immer weiter ab. Besonders die Auswanderung nach Deutschland führte schließlich dazu, dass die historische deutsche Dorfgemeinschaft fast vollständig verschwand.

Die Kirche selbst blieb jedoch erhalten.

Damit veränderte sich auch ihre Bedeutung: Aus dem Mittelpunkt einer großen deutschsprachigen katholischen Gemeinde wurde zunehmend ein Erinnerungsort der ehemaligen Nitzkydorfer. 

1985 – Gründung der Heimatortsgemeinschaft

Für die weitere Geschichte der Kirche ist 1985 ein wichtiges Jahr.

In Augsburg gründeten ehemalige Nitzkydorfer ihre Heimatortsgemeinschaft (HOG) Nitzkydorf. Zu ihren Aufgaben gehört ausdrücklich auch die Pflege der römisch-katholischen Kirche in Nitzkydorf. 

Damit entstand eine dauerhafte Verbindung zwischen den nach Deutschland ausgewanderten Nitzkydorfern und ihrer ehemaligen Heimatgemeinde.

2008 – erste größere Sanierungsmaßnahmen

Die HOG unterstützte die Erhaltung der Kirche auch finanziell.

Dank der Spenden ehemaliger Nitzkydorfer konnte 2008 eine Teilsanierung der römisch-katholischen Kirche durchgeführt werden. Mit Unterstützung der Diözese Temeswar folgten weitere Arbeiten, unter anderem am Dach und an den Lüftungstüren. 

Das ist besonders bemerkenswert, weil die ehemalige Gemeinde inzwischen größtenteils in Deutschland lebte.

2015 – Rückkehr der Nitzkydorfer zur Kirchweih

Ein besonders bewegendes Ereignis fand 2015 statt.

Anlässlich der 230-Jahr-Feier von Nitzkydorf kehrten zahlreiche ehemalige Bewohner in ihren Heimatort zurück. Der Kirchweihzug führte zur katholischen Kirche, wo ein festlicher Gottesdienst gefeiert wurde.

Dabei erklang nach mehr als 25 Jahren erstmals wieder die Orgel. Für die ehemaligen Nitzkydorfer war dies ein besonders emotionaler Moment. 

In der Kirche wurde außerdem eine von der HOG gestiftete Gedenktafel enthüllt. Sie erinnert an bedeutende Söhne Nitzkydorfs, darunter den späteren Temeswarer Bischof Sebastian Kräuter. 

2018 – Restaurierung der Wegenstein-Orgel

Ein weiterer Höhepunkt war 2018 die Restaurierung der historischen Orgel.

Die HOG Nitzkydorf finanzierte die Renovierung mit Unterstützung der Heimatortsgemeinschaft und ihrer Landsleute. Im Rahmen eines Kulturereignisses wurde die restaurierte Orgel wieder eingeweiht. 

Bei dem Konzert wirkten unter anderem Dr. Franz Metz an der Orgel sowie weitere Musiker und ein Chor mit. Gespielt wurden Werke von Bach, Mendelssohn, Liszt und anderen Komponisten sowie Werke aus dem Banat. 

Damit wurde ein wichtiger Teil der historischen Ausstattung der Kirche erhalten.

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